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Attentat von Halle (Saale)

  • Stephan Hille
  • 09 10 2019

Gegen Mittag machte sich der 27-jährige Stephan Balliet auf dem Weg zu seinem ersten Ziel, die jüdische Synagoge in Halle, um hier ein Blutbad anzurichten.

Der junge Mensch sitzt in seinem Auto, oder Mietwagen, bereitet sich auf sein Vorhaben vor, checkt die Internetverbindung seines Smartphone (Samsung Galaxy S8 (die als Helmkamera fungiert)) und überprüft, ob der Livestream funktioniert.

Im Anschluss hält er eine kurze Ansprache zu seinem Puublikum (die internationale rechtsextreme Community) und fährt dann los.

An der Synagoge angekommen sieht er, dass alle Zugänge verschlossen sind (es verärgert ihn) und versucht es an der nächsten Türe. Auch diese ist verschlossen und er sagte "dann sprengen wir sie auf" (Damit meint er das große Tor der Synagoge).

Er bemerkt offenbar, dass selbst das Tor nicht so einfach aufzudrücken/ aufzuhebeln ist und platziert dort seine improvisierte Bombe. Diese explodiert auch, richtet aber keinen nennenswerten Schaden an. Eine Passantin, die zufällig vorbei läuft, beklagt sich "Muss dass sein wenn ich hier vorbeilaufe, Mann ey"... darauf hin erschießt Balliet diese Frau hinterrücks (Feige wie er ist).

Balliet versucht abermals auf das Grundstück zu gelangen, indem er die Tür aufschießen wollte. Die Tür wurde zwar beschädigt, hielt aber stand. Lediglich der Türgriff war hinüber.

Er versuchte sodann über das Nachbargrundstück auf das Synagogen-Gelände zu gelangen, auch dieser Versuch scheiterte. Also ging er wieder zurück und bedrohte einen weiteren Passanten (oder versuchte diesen zu erschießen, aber die Waffe streikte), als dieser Passant der erschossenen Frau zu Hilfe kommen wollte (es war im Video nicht ersichtlich, ob sie sofort tot war oder schwer verletzt). Der Passant floh vom Tatort.

Balliet warf Molotov-Cocktails auf das Synagogen-Gelände, musste sich aber eingestehen, dass er hier nichts ausrichten kann.

Frustriert wie er war, nannte sich selbst einen "Noob" und verurteilte seine improvisierten Waffen als Schrott und keine so gute Idee, fuhr er dann zum Döner-Imbiss (keine 400 Meter weiter) um dort sein Verbrechen zu vollziehen.

Bei genauem hinsehen konnte man feststellen, dass sein Waffen-Equipment grottenschlcht waren. GOTT-SEI-DANK, sonst hätte es mehr Tote und/ oder Schwerverletzte gegeben.

Er versuchte einen, selbstgebauten, Sprengkörper in den Döner-Imbiss hineinzuwerfen, aber er verfehlte sein Ziel deutlich, so dass diese Ladung im freien explodierte. Er ging dann hinein und eröffnete auf einen Mann das Feuer, versuchte seine Waffe (ein Maschinengewehr Marke Schrott-Eigenbau) zu laden, was ihm misslang. Er fluchte und beleidigte sich selbst.

Er ging dann wieder zu seinem Wagen um die improvisierte Schrotflinte zu holen, und wollte auf flüchtende Passanten schießen, diese aber konnten sich schnell genug in Sicherheit bringen, so brach er die Verfolgung ab und ging zurück zum Döner-Imbiss. Dort beschoss er abermals den bereits schwer-verletzten (oder bereits verstorbenen) Mann mehrfach. Als er sich beklagte, dass diese "immernoch lebt" schoss er ihm weitere Male zielgerichtet ins Gesicht.

Als er dann die Örtlichkeit verlassen wollte, sah er zwei Polizeifahrzeuge, so stieg er wieder aus und eröffnete das Feuer auf die Einsatzkräfte. Auch hier zeigte sich, dass seine Waffen alles anderes als "BRAUCHBAR" waren. Denn seine Waffen trafen nur selten Ziele.

Er wollte wieder in sein PKW einsteigen, als Polizeikräfte auf ihn schossen. Er wurde offensichtlich an der Schulter getroffen, denn er blutete dort.

Das Video zeigt noch ein paar Statements und wie er fuhr. Leider aber nicht seine Festnahme.

Das Video endet damit, dass ein PKW (offensichtlich auf einem Autobahn-Abschnitt) über dem Smartphone stehen bleibt.


Ich habe über diesen Täter eine klare Haltung. Meine Haltung ihm gegenüber ist aber nicht Gegenstand zu diesem Report.

Gestern (10.10.2019) erließ der Haftrichter den, vom Generalbundesanwalt, beantragten Haftbefehl wegen 2-fachen Mordes u.a. .


Redaktionelle Einschätzung

Der Täter Balliet war insgesamt zu nichts fähig. Bedauerlicherweise mussten zwei unschuldige Menschen sterben, weil er über sich selbst und seinem Misserfolg frustriert war. Er nannte sich selbst einen "Noob", "Versager" der nichts auf die Reihe bekäme. Er empfand sich selbst einen "Looser". Dem möchte ich an dieser Stelle nicht widersprechen.

Wenn das Gericht über seine Schuldfähigkeit entscheiden müsste, würde ich argumentieren, dass er voll schuldfähig sein muss, wenn er schon ein Manuskript, samt Bauanleitung für Waffen und Sprengstoff sowie Dateien für 3-Drucker ins Internet stellt. Auch hat er sein Verbrechen Live gestreamt, er wollte also vorsätzlich Menschen willkürlich und Grundlos ermorden. Es spielte für ihn keine Rolle wer sein Opfer ist, bekundete aber, dass er es vornehmlich auf "Juden" abgesehen habe, die seiner Meinung nach für alles Schuld sein sollen.


Vergleich zu anderen "Rechtsextremen Terroristen"

Brenton Terrent, Australien - Christchurch, hatte sich bis zu 6 Monate im Voraus auf seine Tat vorbereitet, hat sein Anschlagsziel ausgekundschaftet, hat seine Waffen sorgfältig gewählt und war insgesamt "besser" ausgerüstet. Nur deshalb gelang es ihm, über 50 Menschen zu ermorden.

In Norwegen hatte es "Anders Behring Breivik" ebenfalls auf eine beachtliche Mordrate gebracht. In Oslo's Regierungsviertel ließ er Sprengsätze detonieren, somit waren die Behörden und Rettungskräfte beschäftigt, denn auf der Insel verübte er sein eigentliches Verbrechen. Über 70 unschuldige Menschen fielen ihm zum Opfer.


Der hallenser Rechtsextremist erreichte, leider, dass zwei Menschen ihm zum Opfer wurden. Denn seine Untalentiertheit bescheinigte ihm höchstens - dass er zu nichts fähig war und er besser zu Hause ein Glas Milch hätte trinken sollen und etwas anständiges lernen sollte, anstatt Menschen zu töten. Im Gefängnis wird er geügend Zeit haben, seine Tat und seine Einstellung zu überdenken. Allerdings hoffe ich, dass er zeitlebens die Freiheit nicht wieder erlangen kann.





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