SEK Einsatz

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Ruhestörung in Augsburg endet mit SEK Einsatz
1.082 Aufrufe • Am 16.09.2019 veröffentlicht


Worum ging es? Herr M. aus Augsburg-Oberhausen war offenbar laut, so laut dass andere Bewohner die Polizei anriefen und sich über Herr M. beschwerten. Eine Polizeistreife begab sich zum Anwesen um Herr M. zu bitten, die ruhestörende Belästigung abzustellen.

Dieser begann unvermittelt den Polizisten, mit einer Schreckschusswaffe, ins Gesicht zu schießen. Der verletzte Beamte verließ fluchtartig das Wohnhaus und rief Verstärkung, die auch kurze Zeit später zum Einsatzort kam. Bereits die Verstärkung war mit Maschinenpistolen ausgestattet, denn niemand wusste zu diesem Zeitpunkt, wie gefährlich die Situation wirklich war.

Ich war vor Ort, als ich schon auf der Donauwörtherstraße (höhe 95) mitbekam, dass viele Polizeifahrzeuge mit hohem Tempo und eingeschaltetem Blaulicht und Sirene zum Tatort eilten. Mir war da schon klar, dass es innerhalb von Oberhausen bleiben würde, das Ereignis also gar nicht so weit weg von meinem Standort war. Denn, die Einsatzkräfte bogen vor dem Eschenhof links ab und eilten in Richtung St. Martins-Kirche.

Also ging ich ohne geeignetem Equipment dahin um zu sehen, was da los ist (menschliche Angewohnheit: Neugier). Dort angekommen glaubte ich zunächst, jemand wäre in die Kirche eingedrungen. Dies schloss ich schnell aus, als ich im Augenwinkel den Innenhof mit bewaffneten Polizeikräften wahr nahm.

Also betrat ich das öffentlich zugängliche Grundstück und verschaffte mir aus sicherer Entfernung einen Überblick. Eine Wohnung wurde dabei stark fokusiert, mein Adrenalin stieg an. So begab ich mich in einem Hauseingang in die zweite Etage und machte daraus mein mobiles Office. Denn das Smartphone war die einzige Kamera die ich zur Hand hatte, mein Notebook war der Stromspender falls das Smartphone nicht mehr lange durchhalten würde.

Also schoss ich die ersten Bilder (wie unten veröffentlicht) und dachte da noch nicht an einem Zugriff durch das SEK. Es dauerte eine ganze Weile, und gegen 20:30 Uhr kamen dann auch schwer ausgerüstete und bewaffnete SEK-Einsatzkräfte. Und mein Adrenalin fing an noch weiter zu steigen.

Diese rüsteten sich an ihren Fahrzeugen mit Spezialequipment aus, denn sie wollten sich auf alle Eventualitäten vorbereitet wissen. Auch ein Hundeführer brachte sein Fahrzeug in Position. Dann begann das SEK-Team sich im Treppenaufgang zu verteilen, bis vor die Wohnungstür des Herrn M. . Die Unterstützungseinheit verließ das Haus, als das SEK sich positioniert hatten.

Zu diesem Zeitpunkt wurden wichtige Zufahrtsstraßen und Zugangswege zum Einsatzort von anderen Polizeikräften blockiert. Niemand konnte/ durfte das Areal verlassen oder betreten. Denn die Situation war gefährlich.

Zur späten Stunde, als ich dachte da wird wenig passieren, fielen Schüsse. Leider habe ich keine Aufnahmen vom Schussgeschehen. Der Täter schoss aus seiner Schreckschusswaffe, und die SEK-Kräfte erwiderten ihrerseits vermutlich ebenfalls das Feuer auf die Wohnungstür. Die SEK-Kräfte nutzten offenbar eine mobile Handkreissäge um die Wohnungstür zu zerstören, um einen Zugriff hindernisfrei zu vollziehen. Der Täter wurde dabei mehrfach aufgefordert, sich zu ergeben, die Waffe fallen zu lassen.

Um 23:30 Uhr schließlich erfolgte der Zugriff.

Der Täter wurde überwältigt und in den Innenhof der Wohnanlage gebracht, dort zu Boden gebracht und schließlich gefesselt. Anschließend wurde er abgeführt.

Am Folgetag erließ der Haftrichter den von der Staatsanwaltschaft beantragte Haftbefehl u.a wegen gefährliche Körperverletzung, versuchte schwere Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und wegen Verstoß gegen das Waffengesetz, denn er schoss in Richtung der Einsatzkräfte ohne dass er keinen gültigen kleinen Waffenschein besaß*.

Hinsichtlich der enormen Aggressivität des Täters, stellen sich immer wieder Menschen die Frage, warum es überhaupt erlaubt ist, Waffen zu besitzen. Denn Schreckschusswaffen sind frei erhältlich (ab 18 Jahren) ohne dass ein Waffenschein (insbesondere der kleine Waffenschein) erforderlich ist. Lediglich das führen solch einer Schusswaffe in der Öffentlichkeit bedarf den kleinen Waffenschein.



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